Die neue Monte Rosa-Hütte des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) gilt schon heute als Berghütte der Zukunft. Sie verkörpert zugleich ein Forschungsprojekt an der ETH Zürich. Es entwickelt und erprobt neue Konzepte zur Energieeffizienzsteigerung im harten Dauereinsatz und nutzt dabei neue Technologien, um solche Bauten optimal auszulegen und nachhaltig bewirtschaften zu können. Dazu gehört auch die Gebäudeautomation von Siemens Building Technologies. Das sechsgeschossige Gebäude weist einen etwas ungewöhnlichen polygonalen Grundriss auf. Die Wände ziehen sich von einem Betonsockel aus zuerst vertikal nach oben, bevor sie auf verschiedenen Höhen abgeknickt werden. Das hat zur Folge, dass die klassische Trennung von Dach und Fassade aufgehoben wird. Damit kann das Verhältnis von Oberfläche zu Volumen klein gehalten werden. Eine größere Außenfläche, auf der Sonnenkollektoren angebracht sind, präsentiert sich nur gegen Süden.
Nachhaltige Gebäudetechnik
Eine optimale Energie- und Wasserversorgung, eine Fassade nach dem Thermoskannenprinzip sowie die bereits jetzt detaillierte Ökobilanz vom Bau bis zur Entsorgung machen die technologisch ausgefeilte Hütte zu einem ökologischen Vorreiter, welcher seinesgleichen sucht. Von besonderem Interesse ist das Innenleben der neuen Hütte, die dank ausgeklügelter Technik die benötigte Energie zu über neunzig Prozent selbst produziert. Die Gebäudeautomation von Siemens leistet hierzu einen wesentlichen Beitrag. Um den angestrebten Autarkiegrad zu erreichen, werden fast 150 Datenpunkte der Monte Rosa-Hütte gemessen, gesteuert und geregelt. Mittels einer möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt realisierten Biogasanlage, für die Platz ausgespart wurde, könnten gar 100 Prozent erreicht werden. Grundsätzlich will man mit der SAC-Hütte ein nachhaltiges, technisch ausgereiftes und ästhetisch überzeugendes Beispiel für das Schaffen der Architektur und Gebäudetechnik liefern.
Hightech in den Bergen
Nicht nur für die Berghütte lieferte Siemens technisches Know-how: Für die Bergstation Matterhorn Glacier Paradise (Klein Matterhorn) in 3.883 Metern Höhe lieferte der Technologiekonzern eine Mittelspannungsschaltanlage vom Typ 8DJH. Die Anlage stellt die zuverlässige Energieversorgung der Seilbahn und der Station sicher. Damit ist die Schaltanlage die höchstgelegene in Europa. Außerdem haben die Gornergrat Bahn und Siemens Schweiz gemeinsam das weltweit erste Bahnleitsystem realisiert, das in einer Cloud betrieben wird. Im Gegensatz zu bisherigen Lösungen wird die Leittechnik mit der gesamten IT-Infrastruktur und Anwendungssoftware bei Siemens aufgebaut und der Gornergrat Bahn virtuell zur Verfügung gestellt.
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