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Hier spielt die Musik

Seit Ende der 90er Jahre wurde in Innsbruck mehr oder weniger laut über den Bau einer neuen, großen Kulturinstitution in Tirols Landeshauptstadt nachgedacht. 2015 war der Spatenstich, und nicht einmal drei Jahre später ist das beeindruckende Gebäude fertig.
Im Auftrag der Innsbrucker Immobilien GmbH, einer hundertprozentigen Tochter der Stadtgemeinde Innsbruck, war Siemens Building Technologies bei diesem Projekt dafür verantwortlich, das Haus so energieeffizient und sicher wie möglich zu gestalten.

„Wir haben das Gebäude auf den neuesten Stand der Gebäudetechnik gebracht“, sagt Vlado Dzalto, Vertriebsleiter Siemens. Im Laufe des Projektes hat Siemens seinem Kunden dazu geraten, auch auf Raumautomatisierung zu setzen. In einem so großen Gebäude sei es mit einer intelligenten Energieverteilung sehr gut möglich, die Energie dort hinzuschicken, wo sie gerade benötigt wird. „Das ist auf sehr positive Rückmeldung gestoßen“, erklärt Vlado Dzalto. „Uns war es wichtig, in unserem Gebäude den neuesten Standard Energieeffizienz betreffend zu bekommen und mit den natürlichen Ressourcen so schonend wie möglich umzugehen. Wir schätzen Siemens als verlässlichen Partner “, sagt Ing. Dr. Franz Danler, LL.M., MBA, Geschäftsführer, Innsbrucker Immobilien GmbH & Co KG.

Sonderlösung für Konzertsäle
Alle 247 Räume des „neuen kulturellen Zentrums“, wie Landeshauptmann Günther Platter das neue Haus der Musik bei der Eröffnung nannte, werden nun intelligent gesteuert. Es war auch der Fokus, den Siemens Building Technologies bei diesem Projekt legte. Mit der hochmodernen und einfach bedienbaren Gebäudemanagementplattform „Desigo CC“ kann man jetzt bestmöglich nachvollziehen, wo und wer Energie benötigt und wie effizienzsteigernde Maßnahmen während des Betriebs gesetzt werden können. Über den Siemens Navigator werden dafür jährlich 407 Datenpunkte gemonitort. Für die Sicherheit der Mitarbeiter und Zuschauer steuert Siemens außerdem 301 Brandschutzkappen und die neun Brandrauchventilatoren über modernste Ringbustechnologie.

Insgesamt elf kulturelle Institutionen finden auf den 13.000 Quadratmetern im neuen Haus der Musik ihren Platz. Neben dem Tiroler Symphonieorchester Innsbruck und den Kammerspielen beispielsweise auch Teile des Landeskonservatoriums, der Innsbrucker Standort des Mozarteums, das Tiroler Landestheater Innsbruck und das Institut für Musikwissenschaften der Universität Innsbruck.
Besonders herausfordernd bei Projekten wie diesem ist es laut Vlado Dzalto, für die perfekte Temperatur in Veranstaltungssälen zu sorgen. „Da spielen viele Faktoren hinein“, sagt der Vertriebsleiter, denn: „Vor allem im Konzertbetrieb ist es wichtig, die richtigen Parameter einzuhalten. Es dürfen keine Zugerscheinungen auftreten und es dürfen auch auf keinen Fall Strömungsgeräusche auftreten.“ Die Siemens-Ingenieure ließen sich dafür eine Sonderlösung einfallen: Während der Pausen wird voll gelüftet. Und voll bedeutet, dass Luft mit bis zu zwölf Grad Celsius in den Raum geblasen wird, um den Raum nach der Pause wieder in den optimalen Zustand gebracht zu haben. Ziel sei es, die Raumtemperatur immer um rund 21 Grad zu halten – Toleranz minimal.
Das Haus der Musik Innsbruck ist ein einzigartiger Veranstaltungsort geworden und auch eine Begegnungsstätte für kulturell Schaffende und Interessierte. Und auch wenn man es von außen kaum erkennt, auch in diesem Gebäude steckt ganz viel Siemens. „In Summe war es eines der herausforderndsten Projekte in Tirol“, so Vlado Dzalto.

Weiterführende Informationen
Haus der Musik Innsbruck

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