Wenn die Kärntner Nockberge mit Schnee überzogen sind, tut er besonders gut: der Sprung in das warme Thermalwasser des Römerbads in Bad Kleinkirchheim. Das Thermalbad ist eines der Herzstücke des Erholungsortes, ein Anziehungspunkt für Touristen und Einheimische.
Auf über 12.000 Quadratmetern und auf drei Ebenen erstreckt sich hier eine riesige Wellnesslandschaft mit einer Vielzahl an Saunen und Dampfbädern, mit Innen- und Außenbecken. Ein tolles Rundum-Angebot für Gäste, das fast vergessen lässt, wie viel Energie es benötigt, um eine solch große und umfangreiche Anlage betreiben zu können. Natürlich lässt sich das nicht verhindern, aber es lässt sich optimieren. Bei dieser Herausforderung vertrauten die Betreiber des Bades auf die Expertise von Siemens. Jetzt wurde das Projekt fertiggestellt.
Rund 50.000 Euro Einsparungspotenzial
Unter dem Strich steht eine ziemlich große Zahl: 48.000. So viele Euro wird sich der Betreiber des Römerbads nun, nach dem Umbau der Anlage durch Siemens, an Energiekosten sparen. Und zwar jedes Jahr. Es waren große Modernisierungsmaßnahmen, umgesetzt in ganz kurzer Zeit. Nur drei Monate hatte das Team von Siemens Building Technologies, um den Umbau der Therme umzusetzen. Drei Monate vor allem deshalb, weil wegen der hohen Auslastung nur während des Betriebsurlaubs des Resorts Zeit für großangelegte Arbeiten wie diese war. Aber wie kam es zu einem solch großen Einsparungspotenzial? „Wir haben große Teile der Kosten mit der Optimierung der Badewassertechnik reingeholt“, sagt Patrick Schliefnig, Experte im Bereich Gebäudemanagement bei Siemens Building Technologies. Aber auch in den Bereichen Lüftungstechnik sowie Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik wurde seit September die Energie effizienter genutzt und damit Kosten eingespart. Nicht nur für den Betreiber hat sich der Umbau im Römerbad durch Siemens ausgezahlt. Auch für Gäste bringt die Modernisierung viele Vorteile. Siemens setzt in seinen Projekten nämlich auf ganzheitliche Sicherheitslösungen. Die Brandmeldetechnik wurde im Zuge dieses Projektes adaptiert und den gesetzlichen Bestimmungen angepasst, ebenso wurde die bestehende Videoüberwachungsanlage und Beschallung erweitert, somit das Sicherheitskonzept der Therme auf den neuesten Stand gebracht.
Das smarte Bad
Eine der größten Verbesserungen seit dem Umbau ist das neu installierte, moderne Gebäudemanagementsystem „Desigo CC“. Das Besondere daran: Es übernimmt nicht nur die Regelung und die Steuerung des gesamten Gebäudes, passt also beispielsweise die Temperatur in verschiedenen Räumen automatisch an die Gegebenheiten an, sondern zeichnet auch Verbrauch und Einsparung zur Analyse auf. Die Betreiber wissen jetzt also ganz genau, wie sich der Energieaufwand für Heizung, Wasser und Thermalwasser zueinander verhält, wo es noch Einsparungspotenzial gibt und wo nicht. In einem Jahr werden die Betreiber dann genug Daten gesammelt haben, um noch einmal mit Unterstützung von Siemens „feinjustieren“ zu können, wie Patrick Schliefnig erklärt. Das erfolgt nämlich immer dann, wenn alle vier Jahreszeiten einmal vergangen sind. Dann könne man durch das Energiemonitoring noch etwas herausholen.
Weiterführende Information
Thermal Römerbad Bad Kleinkirchheim
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