Categories: Jaenner 2020

Smarte Stadt der Zukunft

Über 20 Journalisten aus aller Welt haben sich im Oktober im Rahmen einer Pressereise nach Aspern von den Vorteilen einer smarten Stadt überzeugen können. Siemens führt hier gemeinsam mit Partnern wie etwa der Stadt Wien seit 2013 eines der innovativsten und nachhaltigsten Energieeffizienz Demonstrationsprojekte Europas durch. Grund genug für Journalisten aus Vietnam, Italien, Thailand oder England, vorbeizuschauen.

Die Energieeffizienz-Projekte in der Seestadt Aspern interessieren Journalisten aus der ganzen Welt

Als Teil der Forschungsgesellschaft Aspern Smart City Research (ASCR) arbeitet Siemens in der Seestadt Aspern an der Digitalisierung der Infrastruktur, der Energieeffizienzsteigerung im Energienetz und in Gebäuden und einer Verknüpfung der Gebäude mit dem Stromnetz. Weitere Partner sind Wien Energie, die Wiener Netze, die Wirtschaftsagentur Wien und die Seestädter Entwicklungsgesellschaft Wien 3420. Mit Erfolg: Die Seestadt Aspern ist ein weltweit beachtetes „Role Model“ für eine Smart City – 2016 wurde sie mit dem World Smart City Award ausgezeichnet.

45 Millionen Euro für Energieforschung bis 2023

Bis 2023 werden 45 Millionen Euro in die Erforschung der urbanen Energiezukunft investiert. Die Seestadt Aspern wird zur denkenden Stadt: sie erkennt, wann Energie am günstigsten ist, und richtet ihren Energiebedarf danach aus. Für Siemens steht die Beteiligung an der Forschungsgesellschaft in direktem Zusammenhang mit konkret nutzbarem Output. Die gewonnenen Erkenntnisse führen zu neuen Applikationen für Smart Grids und Gebäudetechnik und damit zu entscheidenden technologischen Fortschritten. Auf Basis der Anforderung von Kunden entwickelt Siemens Applikationen, wie beispielsweise für Smart Maintenance, um den Betrieb des Gebäudes sowie Wartung und Service zu unterstützen, oder Smart Charging, um eine verstärkte Integration von Ladeinfrastruktur in Gebäude und in das Verteilernetz zu ermöglichen und E-Mobilität zu forcieren.

Eine erste Bilanz

Die reale Forschungsumgebung liefert hochqualitative Daten für Simulationen und Analysen – rund 1,5 Millionen Daten werden pro Tag aus dem Stromnetz, von verschiedenen Gebäuden, Wetterdaten und nicht zuletzt von den Bewohnern erzeugt.

Daraus werden nachhaltige und mehrwertstiftende Schlüsse gezogen. Die bisherigen Ergebnisse sprechen für sich: In der ersten Phase des Projekts wurden rund 70 Forschungsfragen beantwortet und zahlreiche Lösungen für intelligente Gebäude und die Netzinfrastruktur sowie 15 konkrete Prototypen entwickelt.

Die weiteren Pläne bis 2023

Schwerpunkte der kommenden Programmperiode sind die weitere intelligente Vernetzung von Gebäuden, Netzen und Märkten, die vertiefende Erforschung von Wärmeabluftnutzung auch im Sinne der Raumkühlung und Fragen rund um das smarte Aufladen von E-Autos sowie deren mögliche Nutzung als künftige Energiespeicher. Darüber hinaus sollen das Gebäude-Life-Cycle-Management und die Gebäudewartung (Predictive Maintenance) verbessert werden.

Weitere Informationen:
Aspern Smart City Research
Aspern Smart City Research – Abschlussbericht 2018

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